Wenn Kinder in die Schule kommen, haben sie meist genaue Erwartungen: Sie wollen Lesen und Schreiben lernen.

In den ersten Schuljahren stellt, insbesondere für Kinder mit ADHS, das Lesen und Schreiben lernen eine ernst zu nehmende Herausforderung dar. Da bei Schulanfängern Lernerfolge mit Lebenserfolgen gleichzusetzen sind, kommt dem Erwerb der Kulturtechniken eine tragende Bedeutung zu. Je besser ein Kind der schulischen Anforderung gerecht wird, desto größer ist der positive Einfluss auf die persönliche Befindlichkeit. Die Umwelt vermittelt bereits Schulanfängern, dass entsprechende Lernerfolge für das spätere Leben von großer Wichtigkeit sind. (vgl. Breuer&Wulfen 2006)

Treten Schwierigkeiten im Lernen, Schreiben, Lesen, Rechnen, bei der Konzentration  oder gar eine mangelnde Kontrolle der Handfähigkeit auf, bleiben Lernerfolge meistens aus.

Gerade Kinder mit ADHS weisen, laut einer Vielzahl von Studien, Defizite in der Motorik, insbesondere der Fein- und Grafomotorik auf und zählen zu der Gruppe, die im schulischen  Lernen deshalb oft versagt.

Die erwähnten Auffälligkeiten erfordern nicht umsonst eine differenzierte Diagnostik.
Deshalb ist eine generelle Wahrnehmungsüberprüfung, aller Sinnesbereiche, in unserer Praxis unablässiger Diagnosebestandteil. Nur so werden Defizite wie Ressourcen ersichtlich. Auf dieser Ebene  kann ein differenziertes Behandlungskonzept erstellt werden und eine effektive Förderung zugesichert werden. (Eine anschließende ergotherapeutische  Behandlung  kann hier einen bedeutenden Beitrag leisten, da das Ziel der Ergotherapie vorwiegend in der Verbesserung der Selbstständigkeit und Handlungsfähigkeit liegt.)  Ebenso wird das jeweilige Fördermaterial entsprechend ausgewählt bzw. gestaltet. So wird eine größtmögliche Motivation und Mitarbeit in der Therapie erreicht.

Genau aus diesen Gründen hat das Praxisteam erfolgreiche, praxiseigene Trainings- und Lernmaterialien u. a. Paule Fixi erstellt.