Wann sind visuelle Übungen angebracht?

Ein verhaltensorientiertes Sehtraining bietet sich an bei Kurzsichtigkeit, Lern- Leseproblemen, Schwachsichtigkeit, Nah-Stress-Bewältigung am Bildschirm oder bei fehlendem räumlichen Sehen, besser Sehen im Sport.
 
Das Training hat u. a.  folgende Ziele, deren Erreichen von der Schwere des Problems, von der Motivation des Trainierenden und von der Integration des Trainings abhängt. Unter Umständen kommen auch wechselnde Brillengläser oder Farbfolien zur Unterstützung des Trainings hinzu.

Bei Kurzsichtigkeit:

  • Stoppen der fortschreitenden Myopie (bei Kindern und Erwachsenen)
  • Erhöhung der Sehleistung
  • Schulung des Sehverhaltens

Bei Lern-Leseproblemen:

  • Beseitigung der Sehunruhe
  • Erhöhung des neurologischen Niveaus
  • Scannen von Wörtern/Texten
  • Schulung der Visualisation

Bei Schwachsichtigkeit:

  • Erhöhung der Sehleistung
  • Wiederherstellung der Flexibilität aller Sehfunktionen
  • Schulung der Visualisation (bei Kindern)

Bei Nah-Stress-Bewältigung:

  • Reserven lösen (Anregung über vielschichtige sensorische und visuelle Reize z. B. in der Psychomotorik)
  • Defizite beseitigen (z. B. bei visueller Überreizung) einen Ausgleich durch bewusste Fernsicht bieten
  • Wiederherstellung der Flexibilität aller vier Sehfunktionen (Training des Fern- und Nahsehens, der Fixierung und der Augefolgebewegungen)
  • Reduzierung der Abhängigkeit von Brillen (die visuelle Belastungsfähigkeit der Kinder erkennen und z. B. Arbeitsblätter vergrößern)

Besser Sehen im Sport:

  • Verbesserung der Reaktionsschnelligkeit
  • Auge-Hand-Koordination
  • Erhöhung der Sehleistung
  • Steigerung der visuellen Kapazitätsnutzung