Sehen ist mehr als nur scharf erkennen!

Alarmzeichen, die beachtet werden sollten:

  • Rötungen und übermäßiges Tränen der Augen
  • Schielen, Silberblick
  • Augenzittern, zwanghaftes Schiefhalten des Kopfes
  • heftiges Wehren beim Zudecken eines Auges
  • Vorbeigreifen (ab dem sechsten Monat)
  • Lichtscheu
  • keine Reaktion auf Licht
  • getrübte Hornhaut
  • weißliche Pupillen

Trifft auch nur eines dieser Anzeichen zu: Bitte sofort zum Augenarzt gehen!
Ob hier Ursache oder Wirkung der vorliegenden Verarbeitungsprobleme ursächlich medizinisch begründet sind oder eher die Reizverarbeitung betreffen, sollte im Interesse des jeweiligen Kindes/Schülers deshalb unbedingt abgeklärt werden.

Außerdem können folgende Schwierigkeiten einzeln oder in Kombination auftreten:

  • Konzentrationsstörungen
  • Blinzeln, Augenreiben, Augentränen beim Schreiben, Lesen und Naharbeiten, evtl. Zukneifen oder Zuhalten eines Auges
  • Fixationsprobleme, Objekte können schlecht verfolgt werden
  • Verminderte Augenfolgebewegungen, fehlender oder ungenügender Blicksprung
  • Rechtschreibschwierigkeiten, Abschreiben mit vielen Fehlern und Auslassungen
  • Auffallende Verschlechterung der Schrift und Fehlerhäufungen gegen Ende einer Abschreibaufgabe
  • Schreibt über und unter die Linie
  • Buchstaben werden verdoppelt, weggelassen oder verwechselt (b und d)
  • Liest ungern und schlecht, Zeilenwechsel beim Lesen misslingt oft, sinnerfassendes Lesen ist stark erschwert
  • Zeile wird schlecht gehalten, Wörter ausgelassen oder "erfunden"
  • Ausmalen und Malen wird verweigert, ungenaues Ausmalen
  • Kann schlecht Bälle fangen oder Federball spielen
  • Rein phonetisch orientierte Rechtschreibstrategie, schreibt nach Gehör, auch häufig vorkommende Wortbilder prägen sich nicht ein
  • Oftmals mehrere phonetisch richtige, aber orthographisch falsche Versionen desselben Wortes werden in Texten wiedergegeben