Die Wirkungsweise von Musik/Klang

Das Innenohr unterteilt sich in das Vestibulum (Gleichgewichtsorgan) und die Cochlea (Hörschnecke). Das Vestibulum in Form dreier senkrecht aufeinander stehender Bogengänge bildet die Grundlage und Entsprechung unserer 3-dimensionalen Raumwahrnehmung. In Erweiterung der Bogengänge, den Ampullen, und dem gemeinsamen Vorhof, dem Utrikulus, sitzen, eingebettet in eine gallertartige Masse, die Sinneszellen (Haarzellen).
In der Cochlea befindet sich auf der Basilarmembran eine Vielzahl weiterer Haarzellen.

Betrachten Sie die Verteilung der Haarzellen auf der Cochlea. Nur ca. 200 Zellen befinden sich von der Spitze bis 1000Hz in der Cochlea. Die übrigen, für diese Frequenzen zuständigen Zellen, sitzen im Vestibulum. Je höher die Töne, desto dichter und zahlreicher werden die Haarzellen. Folglich werden durch hohe Töne viel mehr Zellen erregt und das Gehirn stärker stimuliert.
Die vor 50 Jahren experimentell ermittelten Befunde über die energetisierende Wirkung hoher Töne haben sich in den letzten Jahrzehnten wissenschaftlich bestätigt. Ebenso weiß man heute, dass mittlere und niedere Frequenzen auf Sprache und Motorik einwirken.