Forschung

Die seelischen und körperlichen Veränderungen und Prozesse zeigen sich auch in den immer wieder durchgeführten Tests und Kontrollen, die ein wichtiges Mittel zum Verständnis und der Kontrolle der ablaufenden Prozesse darstellen.

Tabelle mit Untersuchungsergebnissen aus der Arbeit der Gebrüder Günther/Günther
(größte empirische Forschung im deutschsprachigen Raum in den 90er Jahren)

  Normal entwickelte Kinder Kinder mit
Dyslalien
Kinder mit Sprach-/ Entwicklungsstörungen
Anzahl der Kinder 45 45 45
Auditives Leistungspotential 100 % 70 % 50 %
Problembereiche / Einzelne auditive Teilleistungen sind betroffen Alle auditiven Teilleistungen sind betroffen

„Der Schlüssel zur Verbesserung der sprachlichen Leistungen von dyslalisch sprechenden und sprachentwicklungsverzögerten Kindern liegt damit in der Beseitigung der auditiven Wahrnehmungsschwächen“ (Günther/Günther 1988).

Zentrale  Hörverarbeitungsstörungen entgehen immer wieder der medizinischen Diagnostik. Dadurch wird die bestehende Beeinträchtigung/Behinderung nicht erkannt/anerkannt. Deshalb wird ihnen ein Hörproblem auch nicht zugestanden - und es besteht keine Einsicht, weshalb Lehrer/Eltern diese Kinder anders oder gesondert behandeln sollten.