Heilpädagogisches Sprachtraining / Logopädie

„Sprache ist das erste Bildungsgut des Menschen.“

Das Sprechen ist außerdem das wichtigste Medium des Sozialkontaktes und kann auch nur in diesem Kontext erlernt werden.
Sprache und Sprechen beginnt lange bevor ein Kind seine ersten Laute und Wörter bildet, durch: Spontanes, gerichtetes Schreien, variantenreiches Vokalisieren, Vokalisieren mit Silbenreihung, Silbenverdopplung und Symbolsprache.

Zeigen sich bereits hier Auffälligkeiten sollte an eine Hörstörung oder Lautunterscheidungsschwäche gedacht werden.  Aber auch eine eingeschränkte oder nicht richtig ablaufende Mundmotorik kann die Ursache für einen späten Sprachbeginn anzeigen.

Ein heilpädagogisches Sprachtraining oder Hörbahnung (Hörübungen /Hörtraining mit Audilex oder nach Dr. Nickisch) kann, lange vor einer logopädischen Behandlung, die meist erst um das vierte Lebensjahr erfolgen kann, beginnen. Ob über prälinguistische Funktionsanregungen oder die Verbesserung von Mund- und Nasenatmung wird die Zungenmotorik bereits zu diesem frühen Zeitpunkt aktiviert.

Von Bedeutung sind hierbei auch mundmotorische Übungen: Zum einen muss die Gesichtsmuskulatur trainiert werden und zum anderen geht es um die Geschicklichkeit und Sensibilität der Artikulationsorgane. Schon bevor ein Kind zu sprechen beginnt, werden wichtige Weichen für die Sprachentwicklung gestellt. Je mehr Bewegungs- und Spürerfahrungen der Mundraum sammeln kann, desto differenzierter lernt die Zunge sich zu bewegen und desto leichter fällt es dem Kind später, die aufs Feinste abgestimmten Artikulationsbewegungen durchzuführen.

Auch im Bereich der Sprachförderung findet das neue Giger MD Trainingsgerät seinen Einsatz: Die Notwendigkeit von exakt koordinierten Körperbewegungen in der sprachheilpädagogischen Arbeit ergibt sich aus der Erkenntnis, dass komplexe motorische, sensorische und sprachliche Leistungen nur durch ein enges Miteinander der verschiedenen Hirnregionen hervorgebracht werden können. (Wir verweisen dabei auf die neurophysiologischen Grundlagen, die Sie im Frühförderkonzept nachlesen können.)