Dyskalkulie – Was ist das?

Dyskalkulie (Rechschwäche, Rechenstörung) bezeichnet Schwächen im Bereich des Rechnens. Kinder mit einer Rechenschwäche können mathematische Sachverhalte gar nicht oder falsch verstehen. Allerdings lassen sich die Lösungen einer Mathematikaufgabe auf begründbare und für das Kind logische Strategien zurückführen. Wenn ein rechenschwaches Kind eine Aufgabe nicht verstanden hat, entwickelt es eigene Strategien, die für Außenstehende z. T. absurde Züge annehmen.

Die Ursachen für eine Rechenstörung sind vielfältig und verflochten. So können beispielsweise medizinische, organische, wahrnehmungsspezifische und psychische Ursachen zu Grunde liegen. Die Anzeichen einer Rechenstörung können ansatzweise bereits im Vorschulalter beobachtet werden. So gibt es Kinder, die Auffälligkeiten in der psychomotorischen Entwicklung, der Zeitwahrnehmung und der Raumorientierung haben (deshalb ist eine genaue Überprüfung des Sehens und Hörens unerlässlich).

Auch die Vermeidung von Spielen (z. B. Memory, Puzzle, Lego, Konstruktionsspiele) kann ein Hinweis darauf sein, dass das Kind in diesen speziellen Bereichen überfordert ist. Spätestens in der Schule zeigen sich im Mathematikunterricht Fehler in den unterschiedlichsten Bereichen (spontane Mengenerfassung, Mengenkonstanz, Zahlendreher, Unsicherheiten bei den Grundrechenarten usw.). Insgesamt haben Kinder mit Dyskalkulie große Probleme mit der Orientierung. Sie wirken oft konfus, verlegen Dinge, wissen nicht was ihnen gehört usw.